Change Management: Erfahrung mit dem Wandel

Als ich 1976 meine ersten journalistischen Gehversuche unternahm, konnte ich in der Setzerei zuschauen, wie aus Blei-Zeilen ganze Artikel entstanden, Überschriften von Hand gepuzzelt wurden und schließlich Bürstenabzüge von den montierten Seiten an das Korrektorat gingen. 35 Jahre später gab es in der Medienbranche keine Schriftsetzer und Metteure mehr, als Leitende Redakteure haben wir die Arbeit der früheren Schlussredakteure mit erledigt, aus digital bearbeiteten End-Seiten wurden Dateien gerechnet und über Leitung an die Druckerei gesendet. 

Diese Form der Veränderung bezeichnet man auch als Evolution, einen Wandel erster Ordnung. Es ging um die Fortentwicklung von etablierten Strukturen. Wie kann man dasselbe schneller, kostengünstiger oder risikofreier machen? Durch die Digitalisierung hat ein ganzer Berufszweig eine Reihe von so genannten Change-Prozessen durchlaufen, aber bis vor wenigen Jahren war das fertige Produkt immer noch eine Zeitung, bedrucktes Papier.

Inzwischen produzieren immer mehr Journalisten Texte für Online-Medien, die Webseiten der Bildzeitung und des Spiegels haben längst mehr Nutzer als die gleichnamigen Printprodukte Käufer. Ihre Arbeitsweise hat sich verändert, das Produkt hat sich verändert. Hier sprechen wir von Change, einem Wandel 2. Ordnung. Geblieben ist nur, dass es sich um die Aufbereitung von Wissen handelt. 35 Jahre habe ich solche Prozesse mit entwickelt und gestaltet, davon 15 Jahre in leitender Position in einem der größten deutschen Medienhäuser.


Change-Prozesse im Job und im Privatleben: Wandeln und Handeln
Change Prozesse gehören zu unserem Leben. Im Privaten erfahren wir Veränderung, wenn wir Beziehungen eingehen oder beenden, Kinder geboren werden und Menschen sterben. Statt zum Lexikon greifen wir zum Tablet-Rechner und surfen zu Wikipedia, statt Briefe zu schreiben, versenden wir E-Mails und SMS. Im Beruf haben wir es mit neuer Komplexität, ISO-Normen und veränderten Strukturen zu tun: Für betriebliche Zusammenhänge beschreibt der amerikanische Professor John P. Kotter acht Schritte des Veränderungsmanagements.

  • Gefühl der Dringlichkeit vermitteln
  • Führungskoalition aufbauen
  • Vision und Strategien entwickeln
  • Vision kommunizieren
  • Hindernisse aus dem Weg räumen
  • Kurzfristige Erfolge sichtbar machen
  • Veränderung weiter antreiben, nicht nachlassen
  • Veränderungen in der (Unternehmens-)Kultur verankern

Entscheidend ist in all diesen Schritten – ob bei privaten oder betrieblichen Veränderungen – eines: die verbindende Kommunikation. Sie ist auf die verschiedenen Zielgruppen individuell zugeschnitten. Sie informiert offen und leicht verständlich. Sie greift Fragen von Beteiligten proaktiv und vorausschauend auf. 

Wenn es mit der Kommunikation und Transparenz bei Veränderungsprozessen hapert, entstehen bei den Beteiligten Angst und Besorgnis: Wenn Tatkraft und Inspiration der Betroffenen nicht eingebunden werden, ist es schwierig, Veränderungen nachhaltig abzusichern.


Mein Angebot für Sie:
Als Mediatorin und Kommunikations-Trainerin mit rund 20 Jahren Führungserfahrung in der Medienbranche sehe ich es als eine meiner großen Stärken, Change-Prozesse in betrieblichem und privatem Kontext zu begleiten und dazu beizutragen, dass die Neuerungen von allen Beteiligten mit getragen werden können und zum Erfolg führen.