Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

„Ich rede sowieso gewaltfrei“... das höre ich am häufigsten, wenn ich erzähle, dass ich zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (GFK)  bin. Gewalt wird von den meisten Menschen abgelehnt. Viele Menschen glauben, es ginge bei der GFK um ein sanftes Gesäusel, mit dem man seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse verschleiert. Dabei trifft das genaue Gegenteil zu. Wir bemühen uns um eine klare Sprache, in der unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse – und die unseres Gegenübers – im Fokus stehen.

Anwendung findet GFK heute

  • in Organisationen, Verbänden und Firmen
  • in der Familie
  • beim Sport oder in der Freizeit
  • in Zielvereinbarungsgesprächen
  • bei der Konfliktmoderation
  • in Teambildungs-Prozessen
  • im Gesundheitswesen, besonders in der Pflege
  • überall da, wo es Menschen
    um konkrete und gleichzeitig einfühlsame Kommunikation geht

Das Prinzip der gewaltfreien Kommunikation besteht aus vier Schwerpunkten:
Beobachtung
So neutral eine Kamera oder ein Tonbandgerät die Situation aufnimmt
Wenn ich sehe...
Gefühl
ohne jegliche Einwirkung von anderen
bin ich... fühle ich...
Bedürfnis
universelles Bedürfnis, keine Strategie
weil ich (... Bedürfniswort) brauche
Bitte
Konkret, machbar, im Hier und Jetzt.
Eine Bitte ist keine Forderung, sie darf abgelehnt werden.
Wärst du bereit, ... zu tun? Würdest du mir sagen, was bei dir angekommen ist?

Dieses Konzept lässt sich in wenigen Sätzen erklären und ist leicht verständlich.
Die Herausforderung an der GfK ist die Haltung.

Marshall Rosenberg, der Begründer der GfK,
zitiert gern den berühmten Dichter und Mystiker Dschalâl-ed-dîn Rumî, der um 1200 in Afghanistan geboren wurde.
"Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns." 

Um zu dieser Haltung "Jenseits von richtig oder falsch" zu finden,
brauchen die meisten von uns ein bisschen professionelle Unterstützung, denn:

GfK ist einfach, aber nicht leicht.